2006

Saisonauftakt Hockenheim
Vom 07. bis 09.April 2006 fand im badischen Hockenheim der Saisonauftakt zum SEAT Leon Supercopa 2006 statt. Das Team um Marcel Konrad war nach erfolgreichen Tests in der Woche zum Saisonauftakt gereist. Hier sollte sich nun unter Wettbewerbsbedingungen zeigen, ob man seine Hausaufgaben gemacht hat.
Schon im freien Training am Freitag zeigten alle drei Fahrer des Teams aus Remagen, dass sie ein Wörtchen mitreden möchten, wenn es um die Vergabe der vorderen Positionen geht. Jedoch spielte die Technik allen Teilnehmern des Cup’s bei der Suche nach den letzten Zehntel einen Streich. Reihenweise quittierten die vorderen Stossdämpfer mangels Qualität ihren Dienst. So wurde kurzerhand ein Teamchefmeeting einberufen, indem die Serienorganisation mit den Teamleitern eine Lösung des Problems suchten. Der Stossdämpferlieferant veranlasste umgehend eine Lieferung geänderter Dämpfer und diese trafen am späten Abend ein. In der Nacht zum Samstag wurden die Fahrzeuge umgebaut und man ging voller Erwartung ins Zeittraining.
Dieses Training entscheid über die Startpositionen im Rennen. Die Konrad-Motorsport-Fahrer Steinel und Hohenadel sicherten sich die Positionen drei und vier, was eine hervorragende Teamleistung unterstrich. Damian Sawicki kam leider nicht unter die ersten Zehn, jedoch sollte man bedenken, dass er zum ersten Male in Hockenheim war.

Nach dem Zeittraining traten bei vielen Autos Probleme mit der vorderen Bremsanlage auf. Ein Zulieferteil des Bremssattels sorgte für Undichtigkeit. Um kein Risiko einzugehen, entschied sich die Organisation schweren Herzens dazu, das Rennen 1 am Samstag nicht zu starten. Die Techniker von SEAT liessen über Nacht neue Teile aus Spanien einfliegen und so ging man dann Sonntags ins Rennen.
Für Christian Hohenadel war das Rennen schon vor der Startlinie beendet. Sein Getriebe quittierte den Dienst und somit war das erste Nullresultat für Hohenadel zu verbuchen.
Macus Steinel fuhr ein beherztes Rennen und landete auf einem erfolgreichen dritten Platz, Damian Sawicki kam auf Position elf ins Ziel.

Bis auf den Getriebeschaden von Hohenadel war das erste Rennwochenende für das Team LogiPlus powered by Konrad-Motorsport erfolgreich verlaufen.
Anzumerken sei noch die faire Fahrweise aller Teilnehmer. Im letzten Jahr war die Gangart der Fahrer bedeutend härter und es kam oft zu unkontrollierbaren Zwischenfällen. Dies scheint im neuen Leon nun geregelt zu sein. So können sich die Zuschauer auf eine schöne Meisterschaft mit interessanten Positionskämpfen freuen.

Permanenter Regen in der Lausitz
Das zweite Veranstaltungswochenende im Rahmen der DTM für den SEAT Leon Supercopa wurde in der Lausitz ausgetragen. Die Rennstrecke in der Nähe der polnischen Grenze überraschte die Teams wieder einmal mit heftigen Regenschauern. Die sich über das ganze Wochenende verteilten. Somit war die Abstimmungsarbeit ein reines Lotteriespiel.

Im Zeittraining am Samstag morgen bestätigten die Fahrer die Ergebnisse des freien Trainings vom Freitag leider nicht ganz. Waren am Freitag noch Hohenadel und Steinel in der ersten Startreihe angesiedelt, musste man sich am Samstag mit den Positionen zwei (Hohenadel), acht (Sawicki) und neun (Steinel) zufrieden geben.
Durch den starken Regen am Nachmittag wurde das Rennen 1 hinter dem Safetycar gestartet. Hier begann dann die Tragödie um Christian Hohenadel. Zu Beginn der Einführungsrunde bekam er keinen Gang eingelegt und musste dem Feld hinterher starten. Da das Rennen unter Safetycar gestartet werden sollte, war es ihm nicht gestattet, seine Startposition wieder einzunehmen. Nach zwei Einführungsrunden gab das Führungsfahrzeug das Rennen frei. Alle Fahrer beschleunigten ihre Fahrzeuge auf Start+Ziel. Alle, außer die VIP-Starterin Cora Schumacher, die aus Respekt vor der Wassergischt ihr Tempo verlangsamte. Um nicht das Feld aus den Augen zu verlieren setzte sich Hohenadel schon vor der Startlinie neben sie und zog vorbei. Die Strafe folgt sofort: Durchfahrtsstrafe. Nachdem er diese angetreten hatte, mussten die Mechaniker erstaunt feststellen, dass Hohenadel erneut eine Strafe, diesmal wegen Überschreiten der Boxengassengeschwindigkeit, erhalten hat. Nach der zweiten Durchfahrtsstrafe wurde er wegen erneut überhöhter Geschwindigkeit aus der Wertung genommen und beendete das Rennen schlussendlich in der Box. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der von SEAT im Fahrzeug montierte digitale Tacho ca. 5% abweischt und die Geschwindigkeitsüberschreitung darauf beruhte. Leider war das gute Trainingsergebnis damit verloren.

Damian Sawicki hingegen fuhr wie besessen in einem aufregenden Fahrstiel an seinen Konkurrenten zeitweise außen herum vorbei und bot den Zuschauern eine gute Show. Nach schönen Zweikämpfen, die er teilweise mit dem Messer zwischen den Zähnen bestritt, kam er auf einem guten vierten Platz ins Ziel.
Marcus Steinel hingegen musste gegen Rennmitte starkes Untersteuern bemängeln, welches ihm keine Möglichkeit bot, die vor ihm fahrenden Konkurrenten zu überholen. Er belegte nach dem Regenrennen am Samstag den neunten Platz und sicherte sich damit immerhin noch Platz fünf in der Meisterschaft.
Das zweite Rennen am Samstag war für Hohenadel eine Kopie vom Samstagrennen. Chaos beherrschte seine Fahrt. Nach einem Unfall der Vorrausfahrenden musste er einem Fahrzeug an der Gefahrenstelle ausweichen und überholte dies letztendlich. Seinen Fehler bemerkt ließ er den Kontrahenten sofort wieder passieren, musste trotzdem eine erneute Durchfahrtsstrafe in der Box absolvieren. Seine Chancen auf ein Punktresultat waren damit dahin. Drei Rennen = null Punkte, eine magere Ausbeute.
Marcus Steinel konnte sein fahrerisches Können am Sonntag unter Beweis stellen. Mit einer beherzten Fahrweise kämpfte er seine Gegner nieder und kam auf dem vierten Platz ins Ziel. Somit sicherte er sich den fünften Platz in der Meisterschaft.
Damian Sawicki konnte seinen fünften Startplatz nicht in eine Resultatsverbesserung ummünzen. Er kam nach einem harten Zweikampf mit dem Meisterschaftsführenden Rene Rast auf Position acht ins Ziel.
Trotz der teilweise guten Resultate fragten sich die Teammitglieder nach diesem Wochenende, wann der Knoten endlich platzen würde und das Glück einmal dem Team aus Remagen zustehen würde.
Eventuell sollte das ja beim nächsten Rennen in Oschersleben geschehen....

Hoch und Tief in Oschersleben
Nachdem das Team aus Remagen mit seinen drei Piloten in der Woche vor der dritten Rennveranstaltung einen Testtag in Oschersleben eingelegt hatte, ging man aufgrund der Positiven Ergebnisse des Test motiviert ins Wochenende. Bei den Test’s war Marcus Steinel zeitgleich mit dem Führenden der Meisterschaft, Rene Rast, als Schnellste registriert worden. Damian Sawicki war an dem Testtag Drittschnellster, Christian Hohenadel belegte Platz fünf. Somit sollte endlich eine große Punkteausbeute realisierbar sein.
Im freien Training am Freitag belegten die Fahrer die Positionen vier (Hohenadel), acht (Steinel) und zwölf (Sawicki). Im Team um Marcel Konrad konnte man nicht verstehen, warum die Testergebnisse oft nicht zum richtigen Zeitpunkt in gute Resultate umgesetzt werden konnten. Immer wieder zeigte sich die Situation, dass man bei den Test’s zu den schnellsten gehörte, am Rennwochenende jedoch nicht den nötigen Speed an den Tag legt.
Nach kleineren Änderungen an den Fahrzeugen ging es am frühen Samtagmorgen ins Zeittraining. Nachdem sich die drei Fahrer neue Reifen geholt hatten, ging man gemeinschaftlich auf die Hatz nach der Poleposition. Das es im SEAT-Cup eng zugeht, war allen bekannt. Jedoch zeigte die Ergebnisliste einmal mehr, das die Dichte enorm groß ist. Vierzehn Piloten lagen am Ende des Zeittrainings innerhalb einer Sekunde. Da war es schon eher Glück, ob man dritter oder zehneter wurde. Marcus Steinel qualifizierte sich mit 0,333 Sekunden Rückstand auf dem fünften Platz, Ch. Hohenadel belegte mit 0,023 Sekunden Rückstand auf Steinel Platz sechs. Damian Sawicki fehlten nur 0,70 Sekunden auf die Polezeit. Dies bedeutete für ihn Startplatz elf.
Der Start zum Rennen am Samstag verlief wieder einmal nicht für alle Konrad-Motorsport-Piloten gut. Lediglich Hohenadel konnte sich mit einem perfekten Start, den er letztlich beim Test mehrfach trainiert hatte, auf Position drei setzen. Diese Position sollte er bis ins Ziel behalten.

Marcus Steinel kam beim Start nicht ganz so gut weg wie sein Teamkollege. Er verlor zwei Plätze und musste somit im Verlauf des Rennens hart kämpfen, um auf den fünften Platz zurückzukommen. Damian Sawicki konnte sich um eine Position verbessern und kam als Zehnter ins Ziel. Das gesamte Rennen wurde von wenig Überholmanövern geprägt. Kaum einer der Piloten hatte die Möglichkeit, seinen vorrausfahrenden Konkurrenten auszubremsen.

Am Sonntag gingen wieder alle 21 Fahrer des SEAT Cup’s ins Rennen. Schon der Start sorgte im Team Konrad für den einen oder anderen Herzstillstand. Christian Hohenadel startete wiederholt perfekt, Teamkollege Steinel versucht über die Außenbahn einige verlorene Positionen wettzumachen. Beim Anbremsen der ersten Kurve geriet Steinel auf den schmutzigen Teil der Fahrbahn, stellte sich quer und musste den Notausgang durch die Schikane wählen. Als er wieder Asphalt unter den Rädern hatte, kreuzte er im Zentimeterabstand vor Hohenadel die Fahrbahn. Nur mit viel Glück konnte der teaminterne Zusammenstoß vermieden werden. Nach dieser Aktion musste Steinel das gesamte Feld passieren lassen und reihte sich am Ende wieder ein. Mit der schnellsten rennrunde, einem starken Fahrstil und schönen Überholmanövern zog er an seinen Konkurrenten vorbei und belegte am Ende Position dreizehn.
Damian Sawicki hielt sich aus allem Gerangel raus und hamsterte wiederholt eifrig Punkte. Ohne einen Kratzer stellte er sein Fahrzeug nach dem Rennen ins Parc Ferme.
Christian Hohenadel konnte von einem Fahrfehler eines Vorrausfahrenden Piloten profitieren, setze sich ausgangs der Kurve neben diesen und zog auf der Bremse vorbei. Somit fuhr er einen ungefährdeten zweiten Platz nach Hause und punktete an diesem Wochenende endlich für die Meisterschaft.
Zur Zeit liegen die Piloten von LogiPlus powered by Konrad-Motorsport in der Meisterschaft auf den Positionen sechs (Steinel), sieben (Hohenadel und acht (Sawicki).
Nach einer siebenwöchigen Pause, in der die Fahrzeuge gründlich gecheckt und vorbereitet werden, geht es am 20. Juli nach Nürnberg, wo der Saisonhöhepunkt auf dem Norisring ansteht. Hoffentlich bestätigt sich dann wieder der Aufwärtstrend des Teams....

Saison-Höhepunkt mit Höhen und Tiefen. (Norisring)

Der Saisonhöhepunkt auf der Nürnberger Noris stellt jährlich das Highlight im DTM-Kalender dar. Der Stadtkurs stellt immer wieder die Fahrer auf die Mutprobe; hohe Geschwindigkeiten, späte Bremspunkte und Tür an Tür Duelle stehen auf der Tagesordnung ganz oben.
Vom 21.Juli bis 23. Juli war es soweit. Die Teams des SEAT-Leon Supercopa waren angereist, um weitere Meisterschafts-punkte zu sammeln.

Alle drei Konrad-Motorsport-Fahrer stellten ihre Fahrzeuge unter die ersten zehn Startpositionen. Marcus Steinel belegte mit Rang drei die beste Position. Der Zeitabstand war wieder einmal sehr gering. Nicht weniger als vierzehn Fahrer lagen innerhalb einer Sekunde.
Der Start zum ersten Rennen verlief zuerst recht erfolgreich. Steinel konnte sich gleich auf Position zwei verbessern, wurde jedoch am Anbremspunkt von Thomas Marschall gerammt und musste so in einen großen Bogen in die erste Spitzkehre einbiegen. Am Ausgang dieser Kurve wurde es dann sehr eng. Steinel beschleunigte seinen Leon, musste aber zugleich dem von rechts kommenden Marschall nach links ausweichen. Im Verlauf dieser Aktion berührten sich Steinel und Marschall so, dass beide Fahrzeuge einen Schlag in die linke Fahrtrichtung erhielten und Steinel dort mit dem von Position acht kommenden Teamkollegen Hohenadel zusammenstieß. Dies bedeutete für beide das endgültige Aus nach der ersten Kurve. Beide Fahrzeuge waren so stark beschädigt, dass an eine Weiterfahrt nicht zu denken war.

Marcel Konrad (Teamchef):“Ich kann es nicht verstehen, auf der Noris haben wir kein Glück. Schon im letzen Jahr trafen hier unsere beiden Fahrer Mühlenz und Venäläinen im Zeittraining aufeinander und an beiden Fahrzeugen kam es erhebliche Schäden. Das die Fortsetzung in diesem Jahr im Rennen, indem alle unsere Fahrer gute Startplätze inne hatten, stattfinden muß, ist mir ein Rätsel. Marcus war heute sicherlich in der Lage, das Rennen zu gewinnen. Aber so ist Motorsport halt, wir werden zeigen, dass wir in der Lage sind, ein Rennen zu gewinnen.“
Damian Sawicki setzte sich in diesem Rennen gekonnt in Szene, beklagte jedoch zeitweise Leistungsverlust und musste somit mehrer Piloten auf der Geraden ziehen lassen. Er beendete das Rennen auf Position sechs.
Das zweite Rennen fand nach einer arbeitsreichen Nacht wie immer am Sonntag statt. Sawicki startete von Position drei. Hohenadel und Steinel sollten das Feld von hinten her erobern. SOLLTEN!! Steinel fuhr ein hervorragendes Rennen und stellte wiedereinmal die Performance des Teams und seines Mechanikers Mike Ranft unter Beweis. Er belegte im Ziel einen guten sechsten Platz, direkt hinter seinem Teamkollegen Damian Sawicki. Dieser beklagte sich wiederholt über Leistungsmangel und konnte somit den dritten Startplatz nicht in ein positives Resultat ummünzen.

Christian Hohenadel kollidierte in den ersten runden mit Patrick Hirsch und musste sein Rennen in der Box beenden.
Marcel Konrad: „Es ist schon ärgerlich, wenn man sieht, wo unsere Autos im Ziel ankommen. Unsere Fahrer sind absolut in der Lage, die Pace des Spitzenreiters mitzugehen. Jedoch fehlt uns oft das nötige Glück, um dies auch in ein Top-Resultat umzusetzen.“

Heimspiel mit Erfolg beendet
Vom 18. bis 20. August war das Team „LogiPlus powered by Konrad-Motorsport“ nach mehrwöchiger Pause zu seinem Heimspiel an den Nürburgring angereist. Mit dabei war ein viertes Fahrzeug, welches für die Formel 3 erfahren Gina-Maria Adenauer eingesetzt wurde. Dank des Teamsponsors LogiPlus war dieser Einsatz möglich geworden und somit trat man am Nürburging vollbesetzt an.
Im freien Training galt es für Gina das Fahrzeug kennen zulernen, da Sie vorher noch nie in einem Tourenwagen mit einer solchen Leistung gesessen hatte. Von Beginn an fand Sie ihren Fahrspaß an diesem Fahrzeug. Aufgrund des Testmangels belegte sie jedoch den letzten Platz, welcher aber mit einem nicht allzu großen Zeitrückstand auf Verbesserung hoffen ließ.

Das verregnete Qualifying beendeten die Konrad-Motorsport Fahrer auf den Positionen drei (Hohenadel), acht (Steinel), vierzehn (Sawicki) und achtzehn (Adenauer). Bei Damian Sawicki war wiedereinmal das Leistungsproblem aufgetreten, welches aber nicht lokalisierbar sein sollte und auch von den SEAT-Technikern nicht gefunden wurde. Somit wurde zum ersten Rennen einige Komponenten getauscht, um endlich wieder volle Leistung aus dem 300PS-starken SEAT zu locken.
Das Samstagsrennen fand auf trockener Strecke statt. Hohenadel konnte seine dritte Startposition optimal ausnutzen und folgte seinen Vorderleuten im Zentimeterabstand. Schon nach einigen Kurven setzte er sich an die Spitze des Feldes und führte dieses über die gesamte Renndistanz an. Zwischendurch kamen seine Verfolger noch einmal etwas näher, konnten aber keinen Angriff starten. Christian Hohenadel fuhr mit einem fehlerfreien Rennen seinen ersten Saisonerfolg ein und schenkte dem Team somit den ersten Erfolg im SEAT-Leon-Supercopa.
Marcus Steinel war hingegen ein weiteres mal vom Pech verfolgt. Schon in der ersten Kurve wurde er am Anbremspunkt von einem Verfolger unnötig umgedreht worden und musste dem Feld hinterher hetzen. Er beendete das Rennen auf einem für ihn absolut enttäuschenden zehnten Platz.

Damian Sawicki kam mit dem Setup seines Leon’s nicht zurecht und belegte am Ende Rang neun.
Gina Maria Adenauer musste ihr Fahrzeug nach einigen schönen Überholmanövern wegen einer Kollision mit einem Konkurrenten vorzeitig abstellen. Sie lag zum Zeitpunkt des Unfalls aber schon an Position elf.

Das Rennen am Sonntag wurde trotz dunkler Wolken auf trockener Strecke gestartet. Marcus Steinel war erneut der Pechvogel der ersten Kurve. Er wurde abermals umgedreht, jedoch prallte diesmal eine Konkurrentin so in das LogiPlus-Fahrzeug, dass eine Weiterfahrt unmöglich war. Die Hinterachse wurde so stark beschädigt, dass das Fahrzeug unfahrbar war..

Christian Hohenadel zeigte mit dem Start (von acht auf drei), dass auch in diesem Rennen mit ihm zu rechnen sei. Bei dem Versuch an Sebastian Asch vorbei zu gehen, ging Hohenadel die Strasse aus und er musste sich hinter Asch wieder auf der Strecke einfädeln. Dabei übersah er den dort fahrenden Marin Colak und beide Fahrzeuge kollidierten. Dies bedeutete für Beide das Aus.

Damian Sawicki belegte nach einem starken Rennen, indem er zeitweise auf Position vier lag, lediglich die zehnte Position. Er musste nach sich einem Überholmanöver, bei welchem er sich verbremste und dadurch die Schikane vor Start/Ziel abkürzte, einer Durchfahrtsstrafe unterziehen. Nach seinen Aussagen war das Leistungsproblem gefunden und beseitigt worden. Dies zeigten auch die schnellen Rundenzeiten im Verlauf des Rennens. Gina Maria Adenauer belegte bei ihrer ersten Zielankunft im SEAT-Leon Supercopa einen hervorragenden zwölften Platz.
Ausflug in die Dünen Zandvoorts - Rainman Hohenadel siegt erneut
Vom 01. bis 03. September war das Team „LogiPlus powered by Konrad-Motorsport“ ins niederländische Zandvoort gereist, um dort um die Meisterschaftspunkte für den sechsten Lauf zum SEAT-Leon-Supercopa zu kämpfen. In Holland wurden nur drei Fahrzeuge eingesetzt, das das nächste Gastspiel von G.M. Adenauer erst beim Saisonfinale in Hockenheim stattfinden wird.

Lief im freien Training für Marcus Steinel endlich mal wieder alles nach Plan (Position drei), verlief das Zeittraining für ihn absolut schlecht. Als schlechtes Trainingsergebnis der Saison konnte er lediglich einen fünfzehnten Startplatz verbuchen. Im gesamten Team war man unschlüssig woran diese Verschlechterung zum Vortag liegen könnte. Letztendlich wurde ein defekter Stabi an der Hinterachse ausgemacht.

Für eine positive Überraschung sorgte Damian Sawicki. Nachdem seine Mechaniker nach dem freien Training am Freitag nochmals am Setup arbeiteten und Damian mit Marcel Konrad und seinen Teamkollegen die Datenaufzeichnung auswertete, setzet er im Zeittraining alles um. Rund zehn Minuten vor Trainingsende fuhr er die bis dahin schnellste Runde. In der darauffolgenden Runde verbesserte er sich nochmals um zwei zehntel. Dann hieß es neue Reifen aufziehen und einen letzten Angriff starten. In der fliegenden Runde verbesserte er sich in den Sektoren eins und zwei nochmals knapp, verlor aber in Sektor drei die Kontrolle über das Fahrzeug und musste durchs Kiesbett. Trotzdem konnte keiner seine gefahrene Zeit toppen und somit stand mit Sawicki erstmals in dieser Saison ein Fahrzeug aus dem Remagener Team auf Poleposition.

Christian Hohenadel belegte im Qualifying den sechsten Platz.
Das Rennen am Samstag begann dann sehr tragisch. Als die Startampel erlosch schossen alle Piloten Richtung erste Kurve. Alle, ausser Damian Sawicki. An seinem Fahrzeug kuppelte kurz vor dem Start der erste Gang aus und Damian hatte somit keinen Vortrieb. Er musste dem Feld hinterher hetzen. Nach einer kämpferischen Glanzleistung mit einigen Offroadeinlagen beendete er ein für ihn enttäuschendes Rennen auf Position zwölf.
Marcus Steinel kämpfte sich von Position fünfzehn auf den elften Platz vor. Sein Teamkollege Hohenadel beendete Rennen eins auf Position sechs.

Das Rennen am Sonntag wurde unter starkem Regen gestartet. Hohenadel nutzte seine dritte Startposition und schoss direkt in Führung. Diese baute er zeitweise auf über vier Sekunden aus. Nach einem absolut fehlerfreien Rennen beendete er die Regenschlacht mit seinem zweiten Saisonerfolg und sicherte sich damit die sechste Position in der Gesamtwertung (79 Punkte).
Damian Sawicki belegte in diesem Rennen den siebten Platz und sichert sich dadurch Rang zehn in der Gesamtwertung (60 Punkte).

Marcus Steinel konnte endlich einmal wieder die Zielflagge sehen und wurde als Achter gewertet. In der Meisterschaft liegt er zur Zeit auf Position neun (60 Punkte).
Der führende in der Gesamtwertung, Rene Rast, hat momentan 146 Punkte auf seinem Konto.
Nach einer vierwöchigen Pause geht es am 13. Oktober nach LeMans/Frankreich zum vorletzten Meisterschaftslauf.

2007

Zu Beginn der Saison 2007 wurde die Firma KONRAD-Automobile incl. der Motorsportabteilung grundlegend umstrukturiert:
Das Autohaus wurde zum 01.März 2007 von Marcel Konrad verkauft. Die neuen Eigentümer firmierten um in „Autohaus Konrad GmbH & Co.KG“. Das Autohaus ist wie schon vorher Servicepartner der Marke SEAT, zusätzlich wird nun auch die Marke Volkswagen vertreten und M.Konrad ist als Serviceberater weiterhin im Autohaus tätig.
Der Bereich Motorsport wird weiterhin von M. Konrad geführt. Nach einer erfolgreichen Saison 2006 vereinbart KONRAD-Motorsport eine engere Zusammenarbeit mit dem damaligen Sponsor LogiPlus bzw. TAC. Ein Großteil des Equipments wird von TAC übernommen, ein weiterer LKW mit Bürobereich angeschafft. Konrad-Motorsport arbeitet als „Subunternehmer“, das Team TAC setzt vier Fahrzeuge im SEAT Leon Supercopa 2007 ein. Mit zwei LKW’s, zwei Zelten und dem Einsatz von vier Rennfahrzeugen stellt man das größte Team im Cup.

Die Saison verläuft jedoch nicht nach den Vorstellungen von Marcel Konrad. Der Kern seiner Mannschaft kann mit der Verstärkung der TAC-Mannschaft nicht mehr als einige wenige Achtungserfolge erzielen. Trotz eines professionell optischen Auftritt’s spielt das Team TAC in der Meisterschaft 2007 keine Rolle.
Berichte siehe www.logiplus-racing.de

So trennen sich zum Ende der Saison 2007 die Wege von TAC und KONRAD-Motorsport. Für das Jahr 2008 warten neue Herausforderungen auf die Mannschaft rund um Marcel Konrad.