2004

Der SEAT Leon Supercopa

Der Beginn der Saison 2004 war von schlechten Resultaten und leeren Versprechungen geprägt. Trotz zahlreichen Testkilometer konnte Marc Belke im KONRAD-Motorsport Leon Supercopa nicht gegen die Konkurrenz bestehen und verlor mehr und mehr an Motivation. Das zweite, im Winter geplante Fahrzeug, wurde zu Beginn der Saison erst gar nicht eingesetzt. Eine finanzielle Misslage des Fahrers verhinderte den Start des zweiten Fahrzeuges. So verliefen die ersten beiden Rennen sehr schleppend und ohne nennenswerten Ergebnisse. 


Oschersleben - 08.05.04
Schadensbegrenzung nach unglücklichem Qualifying!
(08.05.04) Mit einer soliden fahrerischen Leistung konnte Marc Belke beim Saisonauftakt in Oschersleben im Seat Leon Supercopa überzeugen. Nach einem unverschuldeten Unfall im Qualifying musste der Frankfurter beim ersten Meisterschaftslauf vom Ende des Feldes starten, konnte sich aber im Verlauf des Rennens bis auf die 14. Position vorarbeiten.

Dabei begann das Wochenende denkbar schlecht für Marc. Gerade als der Frankfurter beim Qualifying attackieren wollte, wurde er von einem Konkurrenten von der Strecke geräumt und beschädigte sich dabei seinen Kühler. „Es ist schon ein wenig merkwürdig, dass sich einige Kollegen schon beim Zeittraining gegenseitig ins Auto fahren. Ich hatte wirklich keine Chance und wurde so um eine gute Startposition gebracht. Nach meinem Unfall wurde die Strecke immer schneller und ich musste tatenlos mit ansehen, wie ich in der Startaufstellung bis ans Ende des Feldes durchgereicht wurde", zeigte sich Marc nach dem Freitag ein wenig enttäuscht und weiter: "Bis zu dem Zwischenfall lief alles bestens für mich, ein Platz in einer der vorderen Startreihen wäre sicher möglich gewesen, nun muss ich mich darauf konzentrieren, mich morgen im Rennen nach vorne zu arbeiten.“
Am Samstag, bei seinem ersten Tourenwagenrennen, lief dann alles nach Plan. „Ich hatte einen super Start und konnte mich gleich um zwei Positionen verbessern. Im Verlauf des Rennens habe ich mich dann Position um Position nach vorne arbeiten können, was auf dem Kurs in Oscherleben nicht gerade einfach ist. Am Ende bin ich als 14. ins Ziel gekommen und kann mit meiner Leistung zufrieden sein“, so Marc nach dem Rennen. „Schade, dass ich von ganz hinten losfahren musste, aber wäre, wenn und aber zählt nun mal im Motorsport nicht. Auf alle Fälle sind meine Ausgangsbedingungen für das Rennen am Sonntag nun viel besser. Ich starte aus dem Mittelfeld und hoffe, mich wie heute nach weiter vorne zu arbeiten.“
Glückloses Rennen am Sonntag

(08.05.04) Auch beim zweiten Lauf zum Seat Leon Supercopa in Oschersleben war das Glück nicht auf der Seite von Marc Belke. Ein Dreher in der Anfangsphase des Rennens vereitelte am Sonntag eine Fahrt in die Punkteränge. Der Frankfurter erlebte ein durchwachsenes Debüt im Tourenwagen, zeigt sich dennoch für die zukünftigen Rennen optimistisch. Die Enttäuschung stand dem Frankfurter am Sonntag Abend ins Gesicht geschrieben. Marc Belke war mit hohen Erwartungen zum Saisonauftakt in die Magdeburger Börde gereist, musste aber letztendlich ohne ein zählbares Ergebnis im Gepäck die Heimreise nach Frankfurt antreten. Vom 14. Startplatz ins Rennen gegangen leistete sich Marc einen Dreher und fiel aussichtslos zurück.
“Ich bin natürlich maßlos Enttäuscht. Ich war sehr zuversichtlich, von Position 14 aus in die Punkteränge nach vorne fahren zu können, doch gleich am Anfang machte ein von mir selbst verschuldeter Dreher dieses Vorhaben zunichte. Beim anschließenden Versuch, mich wieder nach vorne zu arbeiten, bin ich dann noch einmal von der Strecke abgekommen. Es waren beide Male Fehler von mir, vielleicht war ich einfach ein wenig übermotiviert“, so Marc nach dem Rennen.

Der Youngster hofft nun beim nächsten Rennen im holländischen Assen auf seine ersten Punkte im Cup. „Ich muss jetzt einfach das misslungene Wochenende vergessen und mich auf Assen konzentrieren. An meinem Team liegt es nicht, die machen einen hervorragenden Job. In 14 Tagen, beim Rennen in Holland hoffe ich, dass auch von mir behaupten zu können. Ich weiß das ich es besser kann und will das mir und meinem Team dann beweisen.“

 

ASSEN - 25.05.04 Erneut keine Punkte für Marc!
Auch das zweite Rennwochenende im Seat Leon Supercopa ging für Marc Belke ohne zählbares Ergebnis zu Ende. Schon das Zeittraining am Freitag, das der Frankfurter wegen technischer Probleme nur auf Platz 21 beendetet, deutete sich ein schwieriges Wochenende für den Youngster an.

“Meine Pechsträhne ist einfach unglaublich“, zeigte sich Marc nach dem Zeittraining enttäuscht. „Ausgerechnet als ich auf Zeitenjagd gehen wollte, hatte sich an meinem Seat ein Problem mit der Bremse eingestellt. Mein Bremspedal fiel durch und damit war die Bremswirkung zum Teufel. Nun muss ich wie 14 Tage zuvor in Oschersleben vom Ende des Feldes starten und hoffen, dass ich mich im Rennen nach vorne arbeiten kann.“
Das Rennen am Samstag fand unter äußerst schwierigen Bedingungen statt. Zum Rennbeginn hatte Regen die Strecke in Assen in ein rutschiges Parkett verwandelt, mit dem Marc zunächst gut zurecht kam. „Ich kam zunächst gut voran und konnte mich bis auf Platz 13 verbessern, doch als der Regen aufhörte und die Strecke immer mehr abtrocknete, wurde das Fahrverhalten meines Seat immer schwieriger. Später wurde ich dann von hinten angerempelt und landete im Kiesbett“, so Marc, der wenig später zwar wieder zurück auf die Strecke kam, aber durch den Zwischefall nur noch als 17. das Rennen beendete.

Am Sonntag sollte es noch dicker für den Frankfurter kommen. „Schon in der Einführungsrunde bemerkte ich, dass irgendetwas mit meinem Auto nicht stimmte, ich bin dann gleich zur Überprüfung in die Box gefahren. Aber zwei Runden später kam dann der Ausfall mit einer gebrochenen Antriebswelle. Es ist wirklich unglaublich, wie mir das pech an den stiefeln klebt. Ich hoffe das ändert sich bald, denn ich weiß das ich besser bin als es zur Zeit den Anschein hat.“

 KONRAD-Motorsport im Rahmen des 24-H-Rennens am Nürburgring
Vom 10. bis 13.06.2004 war es soweit. Das Team KONRAD-Motorsport reiste mit drei SEAT Leon Supercopa zum Nürburgring, um im Rahmenprogramm des 24-H-Rennens auf der legendären Nordschleife den dritten Meisterschaftslauf unter die Räder zu nehmen.
Zu dem bisherigen Stammfahrer Marc Belke/Frankfurt stiessen zu diesem Lauf Patrick Sommer und Jürgen Glath zum Team. Patrick Sommer, der die ersten beiden Läufe des SEAT Leon Supercopa in dieser Saison in einem anderen Team gefahren war, erhoffte sich durch den Teamwechsel eine Resultatverbesserung. Er war, wie Marc Belke, bei den vorausgegangenen Läufe jeweils der einzigste Fahrer im Team und konnte somit nicht auf die Erfahrung und die Ergebnisse der internen Teamarbeit mit anderen Fahrern zurückgreifen.
Jürgen Glath, der auch schon im letzten Jahr mit Konrad-Motorsport die Entwicklung des SEAT Leon auf der Nordschleife durchführte, gab hier auf seiner Heimatstrecke ein einmaliges Gastspiel.
Das erste Zeittraining am Donnerstag stand einmal mehr im Zeichen des Nürburgringes. Wetterchaos beherrschte die Hatz auf die schnellste Rundenzeit. Zu Beginn regnete es noch permanent, jedoch nach ca. 40 Minuten waren schon einige Streckenabschnitte trocken.

Marc Belke und Patrick Sommer, die beide über nicht mehr als 10 Runden Nordschleifenerfahrung besaßen, hatten großen Respekt vor den Tücken der Berühmten Nordschleife. Sie kamen jedoch immer besser zurecht und Dank einiger Änderungen am Fahrwerk und durch den rechtzeitigen Wechsel von Regenreifen auf die profillosen Slicks verbesserten sich ihre Rundenzeiten stets. Jürgen Glath, der in den ersten drei Runden als Fahrlehrer für seine beiden Teamkollegen fungierte, zeigte bald, dass auch er sich in seinem Leon mit den 251 PS angefreundet hatte und schob sich in der Ergebnisliste immer weiter nach oben.

Nach eineinhalb Stunden war die erste Jagd auf die Pole vorerst beendet. Jürgen Glath stand auf einem hervorragenden siebten Platz, Patrick Sommer nahm Platz elf und Marc Belke Platz vierzehn ein.
Das zweite Training fand am Freitag im Trockenen statt. Erst nach 70 Minuten wurden die Zeiten vom Vortag geknackt. Die Strecke bot den Fahrern nun mehr Grip und somit begann die Jagd nach der Pole erneut. Jürgen Glath verwachste ein gutes Trainingsresultat durch einen zu langen Boxenaufenthalt. Er war der Meinung, dass sich die Positionen nicht mehr ändern würden und stieg schon vorzeitig aus seinem Rennfahrzeug. Patrick Sommer wurde leider auf seiner bis dahin schnellsten Runde durch einen technischen Defekt an der linken Antriebswelle im Bereich Breitscheid aus dem Kampf um eine bessere Position gerissen. Marc Belke konnte sich den Angriffen seiner Verfolger nicht entgegensetzen und beendete das Zeittraining als 20. Jürgen Glath wurde als 15. gewertet, Patrick Sommer als 18.

Am frühen Samstagmorgen stand dann der 3. Meisterschaftslauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem Zeitplan. Vier Runden plus Einführungsrunde mussten ohne grössere Schäden bewältigt werden.
Nach der ersten Runde kamen die drei Fahrer vom Team KONRAD-Motorsport im gemeinsamen Formationsflug auf den Positionen 14,15 und 16 über Start + Ziel. Die Reihenfolge lautete Glath vor Sommer vor Belke. Den Drang nach vorne verbunden mit dem notwendigen Respekt vor der Nordschleife konnte das Team an der Boxenmauer den Dreien an den Rundenzeiten ablesen. Sie waren schneller als ihre Vordermänner und somit rechnete man sich die ersten Punkte für die Saison aus.

Leider wurde Marc Belke in der dritten Runde von einem Fahrer auf eine mehr unfaire als sinnvolle Fahrweise aus dem Rennen geworfen. Im Bereich der Döttinger Höhe, hier fahren die Piloten mit ca 250 km/h, bekam Marc im leichten Linksknick einen Stoss auf die hintere linke Stossfängerecke und legte somit einen Highspeedabflug hin. Damit war der Traum von einem guten Resultat ausgeträumt. Die ganze linke Fahrzeugseite glich einem wilden Schlachtfeld.

Jürgen Glath und Patrick Sommer kamen nach einem Schadenfreien Rennen auf den hervorragenden Plätzen 10 und zwölf ins Ziel. Somit waren die ersten Punkte für Patrick Sommer gesichert.
Vom 09. bis 11.07.2004 geht’s wieder weiter im SEAT Leon Supercopa. Das Team KONRAD-Motorsport reist dann mit seinen SEAT Leon nach Österreich zum Salzburgring. Dort beginnt dann die Jagd nach Pole und Punkten von vorne. Man hofft auf ein gutes Resultat, besonders für Marc Belke, der nach einigen Tiefschlägen ein positives Ergebnis bitter nötig hat.

 

Salzburg ohne KONRAD-Motorsport

Nach den nicht gerade guten Resultaten von Marc Belke in den voran gegangenen Rennen trennten sich der Fahrer aus Frankfurt und das Team für den Rest der Saison. Der Sponsor von Marc Belke zahlte nicht mehr und somit war ein weiterer Einsatz des gelben Leon nicht mehr machbar.

 

 

Ein Traum wird war - Voller Erfolg am Nürburgring
Vom 27.08 bis 29.08.2004 war der SEAT Leon Supercopa im Rahmen der Beru TOP10 zu Gast am Nürburgring. Da dem Team Konrad-Motorsport bisher in dieser Saison das Glück und der Erfolg nicht großzügig gesonnen war, entschloss sich Teamchef Marcel Konrad für dieses „Heimrennen“ einen Fahrer mit großer Tourenwagenerfahrung zu verpflichten.

Thomas Mühlenz sollte mit seiner Erfahrung aus Renault-Clio-Europameisterschaft und diversen nationalen Markenpokalen dem Team dabei helfen, zurück auf die Erfolgsspur zu gelangen.
Nach einem erfolgreichen Test in der Vorwoche in Zandvoort/NL ging die neue Fahrer-/Teamkonstellation am vergangenen Wochenende ins Zeittraining zur siebten Meisterschaftsveranstaltung. Nach einigen Veränderungen am Fahrzeug im Laufe des Trainings kam man jedoch nicht über einen vierzehnten Startplatz hinaus. Allerdings haben die anderen Fahrer auch mindestens 2000 Kilometer mehr Erfahrung mit diesem hochkarätigen Rennfahrzeug.

Nach der teaminternen Besprechung wurde das Fahrwerk komplett umgebaut, um am nächsten Tag das bestmögliche Ergebnis einzuholen. Die Wetterprognose für Samstag verkündete Klarheit: 85 % Regensicherheit!
Als am Samstagmittag das Rennen über 25 Minuten gestartet wurde, regnete es wie versprochen. Dem gesamten Team war die Anspannung anzumerken, da es bei diesen Bedingungen schwer werden würde, ein positives Ergebnis zu erzielen. Aber schon nach der ersten Runde verwandelte sich die Anspannung in Hoffnung: Thomas Mühlenz überquerte die Start-Zielgerade schon auf Platz 3 !!
Nach einigen schönen Zweikämpfen lag Mühlenz zwischenzeitlich auf Platz 2. Um jedoch nicht entscheidend in die Meisterschaft einzugreifen hielt er sich gekonnt aus engeren Zweikämpfen zurück und belegte letztendlich Platz 4. Dieses Ergebnis bestätigte Thomas Mühlenz und auch dem Team Konrad-Motorsport, dass man zurecht diesen Einsatz gewagt hatte.

Da der zweite Lauf am frühen Sonntagmorgen stattfand, wurde am Samstag nach dem Rennen nochmals an der Abstimmung des Leon’s geschliffen. Thomas Mühlenz, an diesem Wochenende auch Starter in der DPM Div. II, fuhr vor dem Rennen des Supercopa noch sein Warm-Up im DPM-Saxo. Somit hatte er den kleinen, aber entscheidenen Vorteil, beim Start des Leon-Rennens die Strecken- bzw. Wetterbedingungen zu kennen. Man entschied sich abermals für ein Regensetup.

Schon aus der ersten Runde heraus führte T. Mühlenz das Feld an. Gegen 2/3 des Rennens kam jedoch Tabellenführer Sebastian Stahl in seinen Windschatten und setzte kurz darauf zum ersten Angriff an. An seinem Heck klebte Andreas Kolb. Nach zwei weiteren Umläufen war die Rangordnung an der Spitze verändert. Es führte Stahl vor Kolb vor Mühlenz. Nach 25 Minuten Renndistanz überquerte der Konrad-Motorsport-Leon mit Thomas Mühlenz am Steuer auf Position drei die Ziellinie. Im gesamten Team war man glücklich über dieses Resultat und wusste seine Arbeit bestätigt.

Im DPM DIV II-Saxo fuhr Thomas am Samstag demonstrativ auf die Pole für das Sonntagsrennen. Beim Sprint am Nachmittag setzte er sich gegen seine Konkurrenten durch und belegte wie bei seinen Starts in Salzburg und am Sachsenring Platz eins. Im Hauptrennen wurde Thomas Dritter.
Mehr dazu unter www.thomas-muehlenz.com

Nun geht Konrad-Motorsport in die weitere Planung. Gerne möchte man gemeinsam mit Thomas Mühlenz die restliche sowie die nächste Saison in Angriff nehmen.
Aufgrund der bevorstehenden Planungen für 2005 wurde am Montag nach der Veranstaltung gleich der nächste Test gefahren. Diesmal saß der junge Markus Schmickler aus Bad Neuenahr am Steuer des Supercopa. Auch er überzeugte mit schnellen Rundenzeiten. M.Schmickler fährt zur Zeit im Toyota Yaris-Cup und ist mit diesem Testergebnis sicherlich ein Kandidat für das zweite Konrad-Motorsport-Cockpit im Jahr 2005.

 

Aufholjagd in der Lausitz
Der achte Meisterschaftslauf des SEAT Leon Supercopa wurde vom 10.09. bis 12.09. auf dem Eurospeedway in der Lausitz nahe der polnischen Grenze ausgetragen.
Motiviert durch das gute Ergebnis vom Nürburgring gingen wir gemeinsam mit Thomas Mühlenz als Fahrer unseres Leon’s in dieses Wochenende.
Das Zeittraining am Freitag beendeten wir an fünfter Stelle. Der SEAT-Markenpokal zeigte wieder einmal, dass die Luft an der Spitze sehr dünn war. Die Zeitabstände der einzelnen Fahrer lagen nur einen Wimpernschlag auseinander und somit wurde die Dichte des Feldes sowie die hohe Qualität der Serie wiederholt bestätigt.
Wie sollte es anders sein: Pünktlich zum Rennstart am Samstag öffnete sich wieder der Himmel und somit starteten wir ein weiteres mal auf Regenreifen. Der Start wurde jedoch abgebrochen, da das Feld aus den Augen des Rennleiters nicht in geordneter Reihenfolge aus der Einführungsrunde zurück zu Start und Ziel kam. Somit wurde der Start erst nach einer weiteren Einführungsrunde frei gegeben.

Jetzt nahm das Chaos seinen Lauf. Die beiden führenden Lassè und Marschall gerieten noch auf der Startgeraden aneinander und Marschall schlug frontal in die Boxenmauer ein. Das restliche Feld musste um aufpassen, um nicht in die Trümmer des Leons von Marschall zu fahren. Somit wurde die Einfahrt zur ersten Kurve sehr eng und ein weiterer Konkurrent nahm Thomas Mühlenz den notwendigen platz um in die erste Kurve einzubiegen. Thomas drehte sich und musste das ganze Feld passieren lassen und konnte erst als Letzter aus der ersten Runde zurückkehren. Nach einer weiteren Runde kam Mühlenz dann an die Box, da sich das Auto nicht mehr fahrbar war. Wir stellten sofort einen Schaden an der vorderen rechten Aufhängung fest und reparierten den Schaden provisorisch. Wieder im Rennen konnte Thomas noch einige Plätze gutmachen und beendete diesen lauf an Position 16.
Am Sonntag startete das Feld dann auf trockener Strecke und wir gingen von Platz 16 ins Rennen.
Nach einigen spannenden Fights und schönen Überholmanövern steuerte T.Mühlenz den Konrad-Motorsport-Leon als 9. über die Ziellinie. Damit war die Zielsetzung in beiden Rennen unter die Top 5 zu gelangen nicht erreicht. Doch waren wir uns sicher, dass wir ohne den Zwischenfall am Samstag sicherlich in diesem Bereich hätten fahren können. Also hatten wir noch eine Rechnung mit dem Leon-Cup offen. Diese sollte am Nürburgring beim VLN-Lauf über 3,5 Stunden beglichen werden.

 

Nichts für schwache Nerven
konrad-motorsport belegt dritten Platz beim 36.Barbarossapreis
Normalerweise auf den kurzen Sprintdistanzen der Beru-Top10 zu Hause, ging der SEAT-Leon-Supercopa am 24. und 25.09. zu seinem zweiten VLN-Lauf im Rahmen der Meisterschaft auf die Nordschleife.
Am Freitag stand für das Team aus Remagen nur ein kurzer Routinecheck und danach Gästefahrten auf dem Programm. Selbst die Mechaniker, erstmals auf dem Beifahrersitz des Leon’s, waren von der Fahrweise des Piloten Thomas Mühlenz begeistert. Eine halbe Stunde vor Trainingsende verbuchte das Team zum ersten Mal für dieses Wochenende das notwendige Glück auf seiner Seite: Aufgrund der leuchtenden Tanklampe ging Thomas Mühlenz nicht wie geplant auf eine weitere schnelle Runde, sondern steuerte die Boxen an.
Glück aus folgendem Grund: Das Fahrzeug, welches vor dem Stop vor Mühlenz auf die Nordschleife abbog, geriet auf eine nicht gesicherte Oelspur und verunfallte im Bereich des Adenauer Forstes. Danach wurde das Training abgebrochen.
Das verunfallte Fahrzeug war ein Seat Leon aus dem befreundeten Team HG Müller Sports. Am Steuer saß Marcel Lassè, der sich an diesem Wochende das Fahrzeug mit seinem Teamkollegen Kenneth Heyer teilen sollte, da das dritte Fahrzeug des Teams von Sebastian Stahl verunfallt zu Hause geblieben war.
Nach kurzer Schadensbegutachtung war man sich schnell einig: Der Schaden war irreparabel und somit musste man gemeinsam mit Konrad-Motorsport eine Lösung für das Rennen am Samstag finden. So wurde Marcel Lassè auf dem Fahrzeug von Kai Jordan untergebracht. Kenneth Heyer startete mit Thomas Mühlenz auf dem Leon von Konrad-Motorsport.
Am Samstag morgen ging es dann gemeinsam ins Zeittraining zum 36. Barbarossapreises des MSC Sinzig. Nach einer Informationsrunde auf nasser Bahn ging T. Mühlenz in seine erste Zeitrunde. Die zweite gezeitete Runde bescherte ihm dann Platz siebzehn im Gesamtklassement und die Pole in der Cup-Klasse. Ganze 25 Sekunden Vorsprung vor dem Zweiten Sebastian Stahl. Zielvorgabe erreicht. Mühlenz steuerte nun die Box zum Fahrerwechsel an. K. Heyer ging nun auf die Strecke, um seine Pflichtrunden zu absolvieren. Außerdem musste er sich an die teils ungewöhnliche Fahrwerksabstimmung von Mühlenz und dessen Seat gewöhnen. Auf abtrocknender Strecke konnte er das Tempo der Schnellsten nicht ganz mitgehen und somit belegte man Startplatz sechs. Sicherlich eine gute Ausgangslage für das Rennen.

Endlich kein Regenrennen dachte sich das gesamte Team. Thomas Mühlenz fuhr den Startturn und übergab das Fahrzeug nach sieben Runden an zweiter Stelle liegend an K.Heyer. Dieser hatte die Aufgabe, das für ihn ungewöhnlich abgestimmte Fahrzeug sicher über die nächsten Runden zu bringen. Gegen Ende dieses Turns qualmten die Köpfe der Techniker an der Box von Konrad-Motorsport. Man musste beim zweiten Stop und dem damit verbundenen Fahrerwechsel Zeit sparen. Nur so konnte man am Ende noch unter die ersten drei im Cup-Klassement fahren. Also sollte auf ein Reifenwechsel verzichtet werden. Die Frage bestand nur darin, ob die Reifen einen Doppelturn aushalten würden. Erfahrungswerte gab es mit diesem Fahrzeug nicht. Aber das Risiko sollte sich auszahlen.

Ein perfekter Stop und die darauf folgenden schnelle Rundenzeiten von T.Mühlenz brachten den silbernen Leon aus Remagen von Platz sieben wieder nach vorne. Wohl wissend, dass zwei vor ihm liegende Fahrer noch stoppen müssen, ließ Mühlenz „die Kuh fliegen“. In die vorletzte Runde ging er mit einem Rückstand von ca 15 sec auf den vor ihm fahrenden Viertplatzierten. In die letzte Runde ging er als Vierter, jedoch hatten sich die Drittplatzierten verkalkuliert. Sie rollten noch auf dem GP-Kurs mit Kraftstoffmangel aus und somit standen Mühlenz/Heyer mit dem silbernen Konrad-Motorsport nach 22 gefahrenen Runden auf dem Treppchen. Fazit: Die Langstrecke hat was, ist aber nichts für schwache Nerven!

Saisonfinale Oschersleben
Ein versöhnlicher Saisonabschluss für das Team KONRAD-Motorsport war der letzte Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2004 in der Magdeburger Börde. Nach einem enttäuschenden Saisonbeginn hoffte das Team mit dem Fahrer Thomas Mühlenz in Oschersleben nochmals auf sich aufmerksam zu machen, da stets gegen Jahresende das Fahrerkarussell für die nächste Saison anläuft. Es war wichtig für KONRAD-Motorsport aus Oschersleben ein gutes Ergebnis mitzunehmen, da sich interessierte Fahrer für die neue Saison meist nur bei erfolgreichen Teams informieren.
Mit Thomas Mühlenz hatte man einen gewissen Erfolgsfaktor mit der perfekten Vorbereitung und dem begeisterten Einsatz der Mechaniker gepaart und so ging man voller Erwartung in das letzte Rennwochenende.
Im Zeittraining wurden noch einige Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen und nach Abschluss des Trainings stand T. Mühlenz auf Platz neun in der Ergebnisliste. Die Ausgangslage für ein positives Wochenende war damit geschaffen. Man muß bedenken, dass in diesem Markenpokal mindestens die ersten zehn Fahrer für einen Tagessieg in Frage kommen können. Dennoch wurde von den Technikern versucht, das Fahrzeug nochmals zu optimieren.

Eine heikle Startsituation mußte der 27-Jährige im Samstagslauf des Seat Supercopa überstehen. Auf den ersten Metern wurde sein silberner KONRAD-Motorsport-Leon mit allen vier Rädern in die Wiese gedrängt, kam nach einem Treffer auf das Heck ins Schlingern und entging nur knapp dem Einschlag eines sich drehenden Kollegen. Dennoch war Mühlenz schon nach den ersten Kurven auf Rang fünf zu finden und schnappte sich Eingangs Start-Ziel den vierten Rang von Daniel Bauer. Danach fuhr Thomas Mühlenz ein relativ einsames Rennen, ließ lediglich den von hinten heran geeilten Sebastian Stahl vorbei ziehen, der sich damit seinen Meistertitel im Leon-Cup sichern konnte. Thomas Mühlenz überquerte die Ziellinie als fünfter: "Der Start war genial, natürlich mit enorm viel Dusel. Anfangs konnte ich das Tempo mitgehen, hab dann aber zur Rennmitte meine Reifen schonen müssen. Letztlich wollte ich kein Risiko mehr eingehen, um die Punkte für Rang fünf mitzunehmen."

Auch der Start zum zweiten Lauf war für schwache Nerven ungeeignet. Zu viert nebeneinander rasten die vorderen Fahrzeuge auf die erste Kurve zu. Thomas Mühlenz setzte sich durch, ordnete sich zunächst als zweiter ein, wurde dann von Franz Ebenburger überholt, profitierte von einem Fehler von Daniel Bauer und sicherte sich für die nächsten zwölf Runden die zweite Position. Ein D-Zug aus vier Fahrzeugen konnte sich vorn absetzen. Die silberne Leon mit der Startnummer 29 übte Druck auf den Führenden aus, hatte seinerseits allerdings Christian Gruber und Sebastian Stahl im Nacken. In den letzten Minuten konnten Gruber und Stahl zwar überholen, aufgrund eines übermotivierten Fahrfehlers von Stahl konnte Thomas Mühlenz jedoch hinter Ebenburger und Gruber als Dritter auf das Podium steigen: "Der Start war einfach zu schlecht. Ich hab dort die Zeit liegenlassen, die mir einige Kurven später fehlte. Danach blieb mir, zu versuchen, den Speed über die gesamte Renndistanz zu fahren. Da wir im Setup enorme Fortschritte gemacht haben, ist mir dies auch im großen und ganzen gelungen. Während der wenigen Läufe, die ich im Supercopa absolvieren konnte, haben wir, das Konrad-Team und ich, uns auf den 13. Tabellenrang gefahren, so daß ich mit der Saison 2004 also überaus zufrieden bin."
Dieser dreizehnte Rang ist sicherlich sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass Thomas in nur fünf der siebzehn Meisterschaftsläufen punktberechtigt an den Start gegangen ist.
Somit hat er sich genauso wie das Team für die nächste Saison bestens empfohlen.

 

 

Nach der Saison ist vor der Saison
Schon kurz nach dem erfolgreichen Saisonfinale ist man in Remagen voller Erwartung auf die neue Saison.
Einiges hat sich gegenüber 2004 geändert:
Der Rahmen, in dem die Läufe zum SEAT Leon Supercopa 2004 ausgetragen wurde, wird in der Saison 2005 nicht mehr die Beru Top10 sein. SEAT hat sich dazu entschlossen, ins Rahmenprogramm der DTM (Deutsche Tourenwagen Masters) zu wechseln.
Dieser Entschluss wurde von allen Fahrern und Teams sehr positiv begrüßt. Der Supercopa fuhr in der vergangenen Saison zeitweise vor nur 1.500 Zuschauern, da die Beru Top10 nicht mehr so stark wie vor Jahren besucht wurde.
Die DTM-Rennen haben in der vergangenen Saison alle Rekorde platzen lassen. Teilweise saßen 70.000 Zuschauer auf den Tribünen. Dies ist natürlich ein wichtiger Faktor für Teams und Fahrer im Bereich der Sponsorenaquise.
Kurz nach dem letzten Rennen nahm das Team mit interessierten Fahrern die letzte verbleibende Testmöglichkeit des Jahres 2004 in Hockenheim war. Ab dem 01.12.2004 herrscht ein Testverbot für alle Teams und Fahrer, die in der Saison 2005 am Cup teilnehmen möchten. Dieses Testverbot wird erst am 29.03.2005 aufgehoben. Bis dahin müssen allerdings alle Verträge unter Dach und Fach sein und so kam es, dass nicht weniger als sieben Fahrer die Möglichkeit in Anspruch nahmen, einmal einen SEAT Leon des Teams aus Remagen zu testen.
Vielversprechende Rundenzeiten wurden gefahren, interessante Gespräche mit Fahrern und Managern standen an. Marcel Konrad ist überzeugt davon, dass man in der Saison 2005 mit einer interessanten und starken Fahrerpaarung an den Start gehen wird. Die ersten Weichen hierzu sind mittlerweile gestellt.
KONRAD-Motorsport beabsichtigt im SEAT Leon Supercopa 2005 drei Fahrzeuge an den Start zu schicken. An den Erfolg aus den letzten Rennen 2004 soll natürlich angeknöpft werden.

2005

Neuigkeiten vor der Saison:
Konrad-Motorsport startet in die Saison 2005
Knapp fünf Wochen vor dem Saisonauftakt zum SEAT Leon Supercopa hat sich der Fahrerkader von Konrad-Motorsport formiert.
An den erfolgreichen Abschluss der Saison 2004 soll in diesem Jahr mit einem starken Fahreraufgebot nahtlos angeknüpft werden. Der SEAT Leon Supercopa wird in der Saison 2005 acht Rennveranstaltungen mit je zwei Wertungsläufen im Rahmen der DTM ausgetragen. Das Feld der eingeschriebenen Fahrer zeigt viele bekannte Namen aus der Motorsportszene auf. So startet der Sohn der deutschen Motorsportlegende Roland Asch, Sebastian Asch, erstmals im SEAT-Cup.
Im Team um Marcel Konrad werden zur Zeit auf Hochtouren vier Fahrzeuge für den Markenpokal vorbereitet. Mit Thomas Mühlenz hat man einen erfahrenen Tourenwagenpiloten unter Vertrag genommen, mit dem sicherlich in der Meisterschaft zu rechnen ist.

Ebenso wird unter den Fahnen von Konrad-Motorsport der Schweizer Franz-Josef Ebenburger starten. F.-J. Ebenburger zeigte mit seinem Sieg beim Saisonfinale in Oschersleben 2004, dass auch er für vordere Plätze gut ist. Marcel Konrad ist überzeugt davon, dass sich F.-J. Ebenburger und Thomas Mühlenz bestens ergänzen werden. Zusätzlich wurde ein Fachmann auf dem Bereich Fahrwerksabstimmung aus der letzjährigen Tourenwagen- Europameisterschaft verpflichtet, der sich mit den Fahrern um die Feinabstimmung kümmern wird.
Kein Newcomer ist der dritte Fahrer im Bunde. Michael Schrey, dessen Vater schon unzählige Siege mit seinem Porsche unter anderem auf der Nordschleife eingefahren hat, setzt in dieser Saison auf die Erfahrung des Teams aus Remagen. M. Schrey setzte in der vergangenen Saison sein Fahrzeug selber ein und musste erkennen, dass es für ein Einwagen-Team schwer ist, die Erfahrung der Teams, die mehrere Fahrzeuge einsetzen, zu überbieten. Er wird mit den anderen Fahrern von Konrad-Motorport gemeinsame Wege im Bereich Fahrwerksabstimmung gehen. Außerdem möchte Michael Schrey von den beiden „Hasen“ noch einiges lernen.
Die Besetzung des vierten Fahrzeuges wird in den nächsten Tagen bekannt gegeben.
Erster Test erfolgreich verlaufen!!
Am 22. und 23. März absolvierte das Team Konrad-Motorsport die ersten Testfahrten der neuen Saison am Nürburgring. Perfektes Wetter begleitete die Mannschaft an beiden Tagen und so konnte ein umfangreiches Programm abgearbeitet werden.
Im Vordergrund standen die Abstimmungsarbeiten mit den neuen Reifen und Fahrwerkskomponenten. Die drei Fahrer Mühlenz, Venäläinen und Schrey konnten ihre Rundenzeiten aufgrund der zahlreichen Veränderungen am Fahrwerk, die bei den beiden Testtagen durchgeführt wurden, ständig verbessern. Mit den erzielten Rundenzeiten sind die drei Fahrer sicherlich im vorderen Bereich des starken Starterfeldes anzusiedeln. Marcel Konrad zeigte sich zuversichtlich und ist überzeugt davon, dass man somit für den Saisonauftakt im badischen Hockenheim bestens gerüstet ist.
Franz-Josef Ebenburger konnte bei diesem ersten Aufeinandertreffen der neuen Teamkonstellation aus schulischen Gründen leider nicht dabei sein. Er bestreitet zur Zeit ein Studium in Kanada und wird erst zum Saisonauftakt zum Team stoßen. Jedoch wird auch er von der gemeinschaftlichen Arbeit des Teams profitieren und sicherlich „mit bei der Musik sein“.
Nachdem in den nächsten Tagen die letzen Vorbereitungen abgeschlossen sein werden kann das ganze Team den Auftakt am 15.- 17. April in Hockenheim kaum erwarten.
Supercopa - Quartet bei Konrad-Motorsport !!
Das in Remagen am Rhein beheimatete Team hat seine Fahrerpaarung für den SEAT Leon Supercopa 2005 komplettiert. Neben den bereits bekannt gegebenen Fahrer Thomas Mühlenz, Franz-Josef Ebenburger sowie Michael Schrey wird in dieser Saison der Finne Jarkko Venäläinen unter der Bewerbung Konrad-Motorsport an den Start gehen. Zur Zeit laufen die letzten Vorbereitungen für die ersten Testtage der Saison vom 21. bis 23. März am Nürburgring auf Hochtouren. Die beiden Fahrer Venäläinen und Mühlenz werden in den Farben des Seriensponsors „SAMSUNG“ an den Start gehen.

Marcel Konrad: „Wir sind überzeugt davon, in dieser Saison an die guten Leistungen des Vorjahres anknüpfen zu können und freuen uns schon heute auf eine spannende Meisterschaft. Viele Bekannte Namen werden in diesem Jahr um den Titel kämpfen. Ein Blick auf die Starterliste zeigt, welch großes Interesse dieser hochkarätige Markenpokal bei den Fahrern hinterlassen hat. Es wird sicherlich nicht einfach, aber wir werden alles daran setzen, bei der Vergabe des Meistertitels einige Worte mitzureden.“


Saisonauftakt mit Höhen und Tiefen !
Vom 15. bis 17.04.2005 fand der Saisonauftakt zum SEAT Leon Supercopa 2005 in Hockenheim statt. Die neue Kulisse, im Rahmenprogramm der DTM, verblüffte das gesamte Team. Selten zuvor war man vor einer solchen Menge von ca. 113000 Zuschauern gefahren.
Das erste freie Training verlief für die Fahrer Mühlenz, Schrey und Venäläinen nach Plan. Nur Franz-Josef Ebenburger plagten Probleme mit der Bremsanlage.

Im Zeittraining brach dann das Chaos aus. Kurz nach Beginn setzte Regen ein und einige Fahrer waren zu diesem Zeitpunkt an der Box, um frische Reifen zu fassen. Thomas Mühlenz erkannte die Situation und verzichtete auf neue Reifen. Er begann sofort die Hatz nach der perfekten Rundenzeit und setze somit auf noch teilweise trockener Strecke die drittbeste Trainingszeit. F.-J. Ebenburger wurde abermals von den Problemen an der Bremsanlage heimgesucht und kam somit nicht über einen neunzehnten Platz hinaus. M. Schrey lag auf Platz vierzehn und Jarkko Venäläinen auf Rang dreizehn. Somit stand fest, dass in den folgenden Stunden eifrig nach dem Problem an Ebenburgers Bremse gearbeitet werden musste, da auch er unter normalen Verhältnissen für Resultate unter den ersten Fünf gut ist.

Das erste Rennen zum SEAT Leon Supercopa am Samstagmittag verlief für Thomas Mühlenz geradezu perfekt. Nach langen Dreikampf an der Spitze mit zeitweiliger Führung belegte er Platz zwei.
Durch die schlechte Startposition und den teilweise unsinnigen Zweikämpfen im hinteren Feld kam F.-J. Ebenburger nicht über Platz neunzehn hinaus. Mit den Resultaten von Venäläinen (15) und Schrey (22) zeigte sich wieder einmal, wie wichtig es ist, eine gute Runde im Zeittraining zu erzielen, da in diesem starken Feld und bei der harten Gangart von einem hinteren Startplatz an eine Fahrt unter die Top zehn nicht zu denken ist.
Alle drei Fahrzeuge hatten nach dem Rennen am Samstag einige Karosserieschäden, die über Nacht zum zweiten Rennen gerichtet werden mussten.

Am Sonntag begannen die Probleme schon in der Einführungsrunde. Thomas Mühlenz kam sofort in die Box. Ein loser Ladeluftschlauch kostete dem jungen Fahrer aus Bergisch Gladbach einige Pferdestärken und somit war an einen weiteren Erfolg nicht zu denken. Mit dem gleichen Problem wurde F.-J. Ebenburger und Jarkko Venäläinen heimgesucht. Mühlenz gab mit zwei Runden Rückstand auf, Ebenburger und Venäläinen setzten ihre Fahrt fort. Jarkko Venäläinen zeigte danach eine Glanzparade im Motorsport und kämpfte sich, wenn auch mit einigen Blessuren, bis auf einen hervorragenden fünften Platz wieder nach vorne.
Auch F.-J. zeigte nach seinem unplanmäßigen Stop, dass er das Zeug dazu hat, in der Spitze dabei zusein. Er folgte rundenlang als Überrundeter dem führenden Thomas Marschall im Windschatten und hätte sogar Reserven gehabt, im echten Zweikampf diesen zu überholen. Damit war eines sicher: Bremsprobleme gehören der Vergangenheit an!!

Nach diesem aufregenden Wochenende gibt es in der Werkstatt in Remagen einiges an Arbeit, bevor das Team vom 28.04 bis 01.052005 zum zweiten Meisterschaftswochenende in die Lausitz fährt. Dort hofft man darauf, dass für alle vier Fahrer von Konrad-Motorsport das Wochenende einen guten Verlauf nimmt.


Lausitzring war keine Reise wert!
Der dritte und vierte Meisterschaftslauf zum Seat Leon Supercopa 2005 wurde vom 29.04 bis 01.05. in der Lausitz ausgetragen. Das Team Konrad-Motorsport war voller Erwartung in den Osten Deutschlands gereist, um wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft zu sammeln. Leider wurde daraus nichts.
Thomas Mühlenz, von Position sieben ins Samstagsrennen gegangen, musste seinen blauen Samsung-Leon schon in der zehnten Runde an der Box mit gerissenem Laderschlauch abstellen. Vom Ende des Feldes konnte er sich im Sonntagsrennen bis auf Platz zwölf vorfahren, als bei einem Ausweichmanöver das Fahrzeug brutal über die Randsteine gesteuert wurde und die Oelwanne mit einem Loch den Dienst quittierte. Somit standen für Mühlenz null Punkte als Ausbeute in der Lausitz zu Buche.
Jarkko Venäläinen und Michael Schrey starteten ins erste Rennen von Position 22 und 23. Franz-Josef Ebenburger, der wiederholt von seinem Bremsenproblem heimgesucht wurde, startete von Platz 28. Im ersten Rennen belegten Franz-Josef nach harten Zweikämpfen den 15. sowie Michael Schrey den 16. Platz. Jarkko Venäläinen kam nach einem klassischen Abschuss eines Kontrahenten nicht über Position 21 hinaus.
Dies bedeutete Nachtschicht für die eifrigen Monteure des Teams aus Remagen. Am Sonntag erreichten nach turbulenter Fahrt Franz-Josef Ebenburger und Jarkko Venälainen das Ziel als 16. und 20. Michael Schrey fiel dem gleichen Schicksal wie Thomas Mühlenz zum Opfer und musste sein Fahrzeug mit einem Loch in der Oelwanne vorzeitig abstellen.
In der Hoffnung auf ein besseres Rennen in Spa wollte das Team die Veranstaltung an der polnischen Grenze ganz schnell vergessen.
Spa fiel sprichwörtlich ins Wasser
Vom 13. bis 15.05.05 war das Team Konrad-Motorsport wiedereinmal auf einer internationalen Rennstrecke zu Gast, um mit seinen Konkurrenten den fünften und sechsten Meisterschaftslauf im Seat Leon Supercopa zu bestreiten.
Im ersten freien Training belegte Thomas Mühlenz einen hervorragenden zweiten Platz. Die anderen drei Fahrer mussten sich noch etwas zurückhalten, da ihre Streckenkenntnisse nicht allzu groß waren. Der berühmt-berüchtigte Kurs in den Ardennen hielt so manchen Fahrer davon ab, über sein Ziel hinaus zu gehen, da hier der kleinste Fahrfehler selten verziehen wird.

Das Zeittraining fiel dann wie vorhin erwähnt ins Wasser. Bei strömenden Regen mussten die 32 Seat-Piloten auf die Strecke. Leider hatten die Jungs aus Remagen ihren Fahrer ein etwas zu hartes Fahrwerk verbaut, so dass im Regen keine guten Rundenzeiten machbar waren. Die Positionen lauteten nach dem Training 15 (Mühlenz), 23 (Venäläinen), 28 (Schrey) sowie 29 (Ebenburger).

Damit konnte und wollte man im Team nicht zufrieden sein. Es folgte ein langer Vormittag mit viel Arbeit. Das komplette Setup musste bis zum Start des ersten Rennens am Mittag geändert werden.
Da auch das Rennen vom Regen nicht verschont blieb, war der Start des Rennens mit gemischten Gefühlen zu betrachten. Vom jeweiligen Vordermann war lediglich eine riesige Regengischtwolke zu sehen.
Auf der Endergebnisliste erschienen die Fahrer vom Team am Ende auf den Positionen 12 (Mühlenz), 16 (Venäläinen),19 (Ebenburger) und 27 (Schrey).

Das Sonntagsrennen brachte dann das endgültige Chaos in den Cup. Endlich war die Strecke trocken, jedoch versuchten schon in den ersten beiden Runden einige Fahrer mit übermütigen Fahrstiel ihre Positionen zu verbessern. Thomas Mühlenz musste seinen Leon zweimal fast bis zum Stillstand abbremsen, um nicht in ein querstehendes Fahrzeug zu fahren. Nach der zweiten Runde kam erstmals das Safety-Car auf die Strecke, um den Bergediensten die Möglichkeiten zu geben, alle verunfallten Autos von der Strecke zu sorgen. Nach dem Neustart ging das Rennen über eine weitere Runde, bis dass das Safety-Car sich erneut vor den Führenden setzen musste und das Rennen unter gelber Fahne beenden konnte. Zuviel Schrott war am Streckenrand liegengeblieben. Unter anderem erwischte es auch Michael Schrey, der einem Piloten nicht mehr ausweichen konnte und ihn frontal traf. Glücklicherweise ist Schrey selbst nichts passiert, sein Leon wurde jedoch arg in Mitleidenschaft gezogen. Venäläinen beendete das Rennen auf Platz elf, Ebenburger auf Platz zehn und Mühlenz auf Position neun.
Nun hat das Team einige Wochen Zeit, die Fahrzeuge wieder instand zusetzen, bevor es am 06. und 07. Juni in Oschersleben zum zweiten offiziellen Test geht. Von da an soll es für die Fahrer von Konrad-Motorsport endlich aufwärts gehen. Drücken Sie uns die Daumen.....

Nach erfolgreichen Testtagen geht’s bergauf!
Die beiden Testtage in Oschersleben waren so erfolgreich verlaufen, dass man im gesamten Team rund um Marcel Konrad voller Erwartungen zur Rennveranstaltung reiste. Thomas Mühlenz hatte bei den Testtagen mit fast 0,5 Sekunden Vorsprung die Bestzeit erzielt und war sich sicher, beim Rennen ein großes Wort um den Sieg mitsprechen zu können. Michael Schrey sowie Jarkko Venäläinen nutzen die Testtage ebenfalls, um sich mit dem Seat Leon Supercopa an die Strecke von Oschersleben zu gewöhnen. Über acht Monate waren seit dem letzten Rennen auf dieser Strecke vergangen.
Franz-Josef Ebenburger versuchte ein weiteres Mal die Bremsprobleme seines silbernen „HITACHI-Leon’s“ in den Griff zu bekommen. Zusätzlich wurde ein Vergleichstest mit einem Neuwagen, der uns von SEAT zur Verfügung gestellt wurde, gefahren. Peter Terting, einer der aktuellen Seat-Werksfahrer testete mit Franz verschiedene Bremseinstellungen an beiden Fahrzeugen und wir waren uns sicher, dass Problem behoben zu haben.


Oschersleben, das Rennen:
Wie schon oben erwähnt, war die Spannung groß. Zu Hause in Remagen wurden alle vier Fahrzeuge nochmals penibel kontrolliert und gewartet. Das sollte sich auszahlen: Thomas Mühlenz fuhr im Zeittraining trotz Kollision mit dem Gaststarter Ronny Ackermann und somit verzogener Hinterachse auf die dritte Startposition. Jarkko Venäläinen und Michael Schrey folgten auf den Plätzen achtzehn und vierundzwanzig. Franz-Josef wurde abermals von seinem Problem heimgesucht. In diesem Fahrzeug steckt der Teufel, war die Devise des Teams. Über Platz einundzwanzig kam er nicht hinaus.

Das erste Rennen am Samstag musste aufgrund sehr starkem Regen und orkanartigen Winden auf den späten Nachmittag verschoben werden. Trotz allem war Th. Mühlenz mit seinem blauen SAMSUNG-Leon bestens aufgelegt und bestätigte den Aufwärtstrend. Das Rennen beendete er als Dritter. Jarkko Venäläinen beendete den Lauf auf Position vierzehn. Am Leon von Michael Schrey quittierte gegen Mitte des Rennens die Elektrik ihren Dienst. Somit musste Michael sein Fahrzeug frühzeitig am Streckenrand parken. Franz-Josef Ebenburger beendete sein Rennen vorzeitig mit wiederholten Bremsproblemen.
Am Sonntag startete das mit dreißig Fahrzeugen starke Feld am frühen Morgen. Nach heißen Kämpfen und einigen Tür-an-Tür-Duellen endete wiedereinmal ein Lauf zum SEAT Leon Supercopa 2005 vor einem begeisterten Publikum. Mit dem Ergebnis vom Samstag und dem sonntäglichen fünften Platz schob sich Thomas Mühlenz vom elften auf den siebten Meisterschaftsplatz nach vorne. Der Tabellenführer Thomas Marschall hat nun zur Saisonhalbzeit 98 Punkte auf seinem Konto. Da Mühlenz mit 49 Punkten sicherlich noch nicht abgeschrieben werden darf, heisst es nun: Angriff.

Jarkko Venäläinen belegte im Sonntagsrennen nach einem Crash in der ersten Runde und dem darauf folgendem Reifenwechsel den neunzehnten Platz. Jedoch zeigte er, dass auch er mit einer großen Portion Wut im Bauch in der Lage ist, die Rundenzeiten der Spitze zu fahren.
Michael Schrey beendete sein Rennen vom Platz neunundzwanzig kommend auf Position achtzehn.
Franz-Josef Ebenburger verzichtete aufgrund der immer noch anhaltenden Bremsprobleme auf einen Start. Er beabsichtigt eine Rückkehr in den SEAt-Cup erst nach endgültiger Beseitigung des Bremsdesasters. Hierzu werden nun auch die Techniker von SEAT Sport gefordert.
Weitere News nach dem Saisonhöhepunkt auf dem Norisring.
Stockcar oder Markenpokal ???


Viel Arbeit für die SEAT-Teams nach der Noris
Das Rennen auf dem Norisring in Nürnberg gilt als der Saisonhöhepunkt im Kalender des SEAT Leon Supercopa 2005. Alle Fahrer waren hochmotiviert um vor einer solch starken Zuschauerkulisse zu fahren. Der Norisring war mit 145.000 Zuschauer absolut ausverkauft und das Wetter tat das Nötigste, um die Fahrer bei sonnigen 35 ° Celsius Lufttemperatur und somit ca. 60 ° Celsius im Fahrzeug richtig zum Kochen zu bringen. Einigen Fahrern ist diese heiße Luft mehr als nur zu Kopf gestiegen. Unfälle und Überholmanöver unter gelber Flagge waren an der Tagesordnung.

Aber erst mal der Reihe nach:
Das Team Konrad-Motorsport war voller Erwartung nach Nürnberg gereist, um mit Thomas Mühlenz, Jarkko Venäläinen und Michael Schrey die Positionen in der Meisterschaft zu verbessern. Im freien Training am Freitag musste Jarkko leider etwas an Federn lassen, als er in die berühmte Mauer Ausgangs der Spitzkehre einschlug. Die hintere rechte Radaufhängung sowie die vordere Spurstange war verbogen und eine Zeitverbesserung nicht möglich. Mühlenz war zu diesem Zeitpunkt beim Anbremsen der Spitzkehre etwas spät und rutschte in seinen Vordermann Timo Schupp. Einzig Michi Schrey brachte seinen Leon nach dem Training intakt zum Zelt des Teams zurück. Somit war die erste Nachtschicht des Wochenendes vorprogrammiert.

Im Zeittraining am Samstag ging es nahtlos weiter: Viele Fahrer unterschätzten die beiden Spitzkehren, in die, aus voller Fahrt kommend, hinuntergebremst werden muß. So auch Jarkko Venäläinen; er war gerade im Windschatten seines Teamkollegen Thomas Mühlenz auf Zeitenjagd, als er am Ende der langen Startgeraden seinen Bremspunkt um nur fünf Meter verfehlte. Das Resultat war eine verbogene Stoßstange am SAMSUNG-Leon von Jarkko sowie eine komplett deformierte linke Seite bei Mühlenz. Nach diesem Vorfall war für beide keine Zeitverbesserung mehr möglich. Somit belegten die Fahrer vom Team die Startplätze 16(Schrey), 17 (Mühlenz) und 21 (Venäläinen).

Das erste Rennen wurde am Nachmittag gestartet. Schon nach der ersten Runde musste das Safetycar auf die Strecke, da in der ersten Kurve bereits einige Fahrzeuge gestrandet waren. Sebastian Stahl, der amtierende Meister, musste hier sein Fahrzeug als Totalschaden abstellen, nachdem ihm ein anderer Fahrer in einer unfairen Aktion breitseits ins Auto fuhr. Weitere vier Fahrzeuge waren an diesem Unfall beteiligt. Nach einigen Runden hinter dem Safetycar gab die Rennleitung das Rennen wieder frei. Das Rennen nahm ab der Freigabe seinen positiven Lauf für KONRAD-Motorsport. Zwei Runden vor Ende lag Michael Schrey auf einem hervorragenden fünften Platz, Mühlenz belegte Position sechs und auch Venäläinen, der wiedereinmal von einem Konkurrenten umgedreht wurde, war zwischenzeitlich bis auf Platz elf vorgefahren. Wie gesagt, zwei Runden vor Ende...
... kam Thomas Mühlenz mit starkem Leistungsverlust an die Box. Der Turbolader hatte seinen Dienst quittiert und somit war eine Weiterfahrt nicht möglich. Im Ziel belegte Michael Schrey mit Platz fünf sein bestes Ergebnis im SEAT-Cup, Jarkko Venäläinen kam auf Position zehn.

Nach der zweiten Nachtschicht des Wochenendes ging es im Rennen am Sonntag für die Fahrer von den Startpositionen vier (Schrey), zehn (Venäläinen) und vierzehn (Mühlenz ins Rennen. Die Spitze konnte sich ohne größere Zwischenfälle direkt vom Verfolgerfeld absetzen. Im hinteren Feld wurde abermals so hart gekämpft und blockiert, das Mühlenz zeitweise auf Platz neunzehn zurück gefallen war. Das Rennen der Saison fuhr Michael Schrey: Er zeigte keine Nerven, biss sich in der Spitzengruppe fest und überquerte nach einem harten Rennen als zweiter die Ziellinie. Knapp dahinter, ebenfalls mit seinem besten Saisonergebnis kam Jarkko Venäläinen auf Position vier ins Ziel. Thomas Mühlenz beendete das Rennen auf einem guten neunten Platz. Alle drei Fahrer vom Team KONRAD-Motorsport waren in dem zu Beginn dreißig Fahrzeuge starken Feld unter den ersten Zehn im Ziel. Ein guter Erfolg, der auf einen positiven Verlauf der restlichen Saison hoffen lässt.
Das nächste Rennen findet vom 05. bis 08.August auf dem Nürburgring statt.
KONRAD-MOTORSPORT auf dem Treppchen.

Gute Punktausbeute beim Heimspiel
Vom 05. bis 07.August fand der sechste Lauf zum SEAT Leon Supercopa auf dem Nürburgring statt. Zur Freude des Teams wurde aufgrund von Unregelmäßigkeiten am Fahrzeug des Nürnberg-Siegers Stoll das Ergebnis des Sonntagsrennens auf der Noris nachträglich geändert. Somit belegte Michael Schrey Platz eins und Jarkko Venäläinen Position drei. Diese Entscheidung wurde am Nürburgring bekannt gegeben.
Das Team Konrad-Motorsport war mit seinen drei Stammfahrern erwartungsvoll in die Eifel gereist, um die guten Resultate der Saisonauftakttests zu bestätigen. Lediglich das Wetter sorgte im Team noch für einen unsicheren Faktor. Gerade am Nürburgring kann man zu dieser Jahreszeit einerseits mit Hitzewellen und Sonnenbrand rechnen, andererseits können aber auch Regen und Temperaturen um 10° Celsius die Wetterlage bestimmen. Letzteres sollte dann auch die Überhand haben.

Das freie Training am Freitag wurde auf nasser Strecke ausgetragen. Die 29 Starter des SEAT Markenpokals fanden sehr schwierige Bedingungen vor, da von den vorhergegangenen Trainingsläufen viel Gummi auf der Strecke lag, welches die Fahrbahn sehr rutschig machte. So kam es dann auch, dass das Training nach einigen Ausrutschern frühzeitig abgebrochen wurde.

Auf dem Zeitenmonitor lagen die drei Fahrer des Team ABT-Sportsline geschlossen vor dem Rest des Feldes, welches vom KONRAD-Motorsport-Piloten Thomas Mühlenz angeführt wurde. Die anderen beiden Fahrer des Teams belegten die Plätze 14 (J. Venäläinen) und 24 (M. Schrey). Soweit der positive Teil des ersten Tages. Bei der anschließenden Datenauswertung stellten die Mechaniker des Teams jedoch fest, dass T. Mühlenz im Laufe des Trainings seinem Motor einige Umdrehungen zuviel zugetraut hatte. Mit einer Höchstdrehzahl von 8.715 U/min hatte Mühlenz die Maximaldrehzahl von 7.200 U/min weit überschritten. Um das Risiko eines Folgeschadens und den damit verbundenen Ausfall und Verlust wertvoller Meisterschaftspunkte zu verhindern, wurde noch in der Nacht das Triebwerk gewechselt.

Um 9:00 Uhr am Samstagmorgen ging es ins Zeittraining. Auf trockener Strecke ging die Jagd nach der Bestzeit los. Die Piloten des Teams aus Remagen versuchten sich alle zuerst auf gebrauchten Reifen. Nach einigen Runden wurden frische Pneus aufgezogen und dann sollte alles passen. Jedoch war es für alle Fahrer mehr Glück als Können eine gute Rundenzeit zu erzielen, da permanent ein Konkurrent neben der Strecke war und somit meist gelbe Fahnen gezeigt wurden. Wie eng es im SEAT-Cup zugeht, beweist die endgültige Zeitentabelle: Zwischen dem Schnellsten der 29 Piloten und dem Fahrer auf Platz 25 lagen nur 1,5 Sekunden. Mühlenz belegte Platz 6, Schrey Platz 10 und Venäläinen kam leider nicht über Position 24 hinaus.

Das erste Rennen am Nachmittag wurde pünktlich um 16:00 Uhr vor vollen Zuschauerrängen gestartet. Mühlenz verpasste seinen Start und fiel gleich um einige Plätze zurück. Im weiteren Verlauf des Rennens kämpfte er sich aber wieder auf Position sechs vor. Michael Schrey war in einen sehenswerten Zweikampf mit dem Tabellenführer Thomas Marschall verwickelt. Hier ging es um Platz acht. Für Jarkko Venäläinen war nach dem enttäuschenden Training im ersten Rennen schon nach der zweiten Runde Feierabend: Die Ursache war eine gebrochene Antriebswelle.

Sieger nach 18 Runden wurde der ABT-Pilot Bastian Kolmsee vor Christian Hohenadel und Matthias Meyer.
Der sechste Platz von Thomas Mühlenz bedeutet für das Sonntagsrennen Startplatz drei, da die ersten Acht vom Samstag im zweiten Rennen gedreht werden.

Pünktlich um 8:00 Uhr kam am Sonntagmorgen der Regen. Kurzum wurden die Fahrzeuge auf Regensetup umgebaut. Das Rennen wurde dann hinter dem Safety-Car fliegend gestartet, um auf nasser Strecke kein unnötiges Risiko einzugehen. Sofort entstand ein heißer Dreikampf an der Spitze des Feldes. Thomas Mühlenz lag an zweiter Stelle und setzte den Führenden Marschall stark unter Druck. Nach einigen Runden hatte er Marschall in einen Fehler getrieben, musste jedoch selber stark abbremsen und somit war der Weg für den bis dahin an Position drei fahrenden Daniel Bauer frei. Die Reihenfolge lautete nun Bauer vor Mühlenz und Marschall. Bauer und Mühlenz konnten sich nun vom Feld absetzen. Im weiteren Verlauf des Rennens fiel Marschall noch um einige Plätze ab und die Verfolger schlossen auf das Spitzenduo auf.

Michael Schrey konnte aufgrund von Motoraussetzern die gute Leistung des Vortages nicht wiederholen. Mit großem Einsatz versuchte er, die Gegner hinter sich zu halten. Am Ende des Rennens belegte er Platz 15.
Jarkko Venäläinen startete wegen des Ausfalls am Vortag vom letzten Startplatz. Mit Rundenzeiten, die deren der Spitzengruppe vergleichbar war, kämpfte er sich durchs Feld bis auf Platz 16 vor. Er fuhr teilweise bis zu zwei Sekunden pro Runde schneller als seine direkten Konkurrenten.
Bei der Siegerehrung nach dem Rennen stand mit Thomas Mühlenz somit wiedereinmal ein Fahrer des Teams KONRAD-Motorsport auf dem Treppchen. Mühlenz liegt nun auf dem sechsten Rang in der Gesamtwertung. Der vierte Platz in der Gesamtwertung ist nur fünf Punkte entfernt und sollte zu erreichen sein. Sicherlich wird das Team bemüht sein, bei der nächsten Veranstaltung wieder mit guter Leistung zu den Besten zu gehören.
 

Saisonfinale Hockenheim
Vom 21.10. bis 23.10.2005 fand im badischen Hockenheim das Saisonfinale des SEAT Leon Supercopa statt. Dies war der letzte offizielle Auftritt des erfolgreichen Modells mit dem 1,8 Liter Turbomotor. Ab der Saison 2006 wird SEAT den neuen Leon, der ab Herbst 2005 beim SEAT-Händler zu erwerben ist, im Markenpokal einsetzen.
Das Team Konrad-Motorsport war mit seinen drei Stammfahrern Thomas Mühlenz, Jarkko Venäläinen und Michael Schrey angereist, um die letzte Möglichkeit zu nutzen, in der Meisterschaft noch einige Plätze gutzumachen.
Für Jarkko Venäläinen war es zeitgleich das erste Rollout mit dem neu aufgebauten Supercopa der alten Generation, da er sein Einsatzfahrzeug im Zeittraining im niederländischen Zandvoort bei einem Zusammenprall mit einem Konkurrenten so stark beschädigte, dass das Fahrzeug nicht mehr zu reparieren war. Somit wurde im heimatlichen Betrieb in Remagen eine neue Karosse aufgebaut.

Nach anfänglichen Problemen fanden sich die Fahrer im Zeittraining auf den Plätzen 13 (Mühlenz), 15 (Venäläinen) und 19 (Schrey) wieder. Dieses Resultat war für das gesamte Team absolut unbefriedigend und so ging man bis spät in der Nacht ins Detail und arbeitete an der Fahrwerksabstimmung der Fahrzeuge.
Im Rennen am Samstag konnte sich Thomas Mühlenz leider nur um zwei Plätze auf Position elf verbessern. Damit war die theoretische Chance noch auf Platz vier der Meisterschaft zu gelangen verloren. Michael Schrey kam als Vierzehnter und j. Venäläinen als fünfzehnter ins Ziel.

Im letzten Lauf der Saison am Sonntag lagen die Nerven vieler Piloten blank. So passierten einigen Piloten auf dem Weg, ihre Meisterschaftsposition zu verbessern, unnötige Unfälle und Zwischenfälle. Der eh schon als harte Markenpokal bekannte SEAT Leon Supercopa machte seinem Namen alle Ehre und einige Fahrer konnten schon gegen Mitte des Rennens das Geschehen vom Streckenrand aus betrachten. Die Konrad-Motorsport-Fahrer belegten nach einem aufregenden Rennen die Positionen neun (Schrey) und fünfzehn (Venäläinen). Thomas Mühlenz musste leider sein Fahrzeug unverschuldet in der achten Runde nach einem Zusammenstoß mit einem Konkurrenten in der Box abstellen. Ein vor ihm fahrendes Fahrzeug hatte sich gedreht und blockierte die Strecke. Mühlenz blieb keine Möglichkeit auszuweichen und prallte somit in das stehende Fahrzeug.
In der Meisterschaft belegen die Fahrer die Endpositionen sieben (Mühlenz), achtzehn (Schrey) und neunzehn (Vemäläinen). Den Meistertitel fuhr Mister Markenpokal Thomas Marschall nach Hause. Herzlichen Glückwunsch von hier aus.

Sicherlich nicht zufriedenstellend ging somit die Saison 2005 für das Team aus Remagen zu Ende. „Leider waren wir zeitweise zu unbeständig. Wir konnten unsere gute Performance der Testtage Nürburgring und Oschersleben nicht oft genug umsetzen, um in der Meisterschaft ein ernstes Wörtchen mitzureden. Die Qualitätsdichte unter den Fahrern in diesem Markenpokal ist sehr hoch und den kleinsten Fehler oder sogar Ausfall bezahlt man hier mit direktem Platzverlust in der Tabelle. Aber so ist Motorsport, nach der Saison ist vor der Saison und somit planen wir ab sofort die Saison 2006“ so Marcel Konrad nach dem Rennen. „Zu Beginn der Saison setzten wir vier Fahrzeuge im Cup ein. Eines der Fahrzeuge brachte permanent Unruhe ins Team, da dort Probleme auftraten, die weder vom Fahrer noch von unserer Seite und auch nicht von Seiten SEAT lokalisiert werden konnten. Nachdem der Fahrer im Laufe der Saison aus dem Cup ausstieg, bekamen wir endlich Ruhe ins Team und konnten uns den Aufgaben intensiver annehmen.“

Ein großes Danke geht ans gesamte Team, welches trotz den anfänglichen Problemen stets motiviert seine Arbeit verrichtete und keine Mühen scheute, die Fahrzeuge in einem perfekten Zustand zu präsentieren.
Ebenfalls Danke gesagt sollte an dieser Stelle unseren Sponsoren sowie der Cup-Organisation.
Wir sehen uns in 2006.........