2003

Erstes Rennen mit Erfolg beendet !
Konrad-Motorsport brachte beide SEAT ins Ziel
Am 11.April war das in Remagen beheimatete Team KONRAD-Motorsport zum Nürburgring gereist, um die beiden neuen SEAT-Leon zum ersten Mal im Renneinsatz zu erproben. Die beiden Fahrzeuge sind in Spanien von SEAT-Sport aufgebaut worden, um dort in dem Markenpokal einzusetzen. Diese Rennen werden auf der Sprintstrecke mit max. 80 Kilometer Renndistanz eingesetzt.
SEAT Deutschland plant in Zusammenarbeit mit KONRAD-Motorsport den Einsatz der Fahrzeuge auf der legendären Nordschleife.

Wer besser könnte für dieses Vorhaben die Testarbeit hinter dem Lenkrad übernehmen, als zwei alte Nordschleifenkenner aus der Eifel. Lothar Diederich (Bell/Eifel) und Jürgen Glath (Ringen/Grafschaft) saßen am 08. März zum ersten Mal in den Fahrzeugen und es lag noch viel Test- und Entwicklungsarbeit vor Ihnen. Ein reines Cup-Fahrzeug auf der Nordschleife einzusetzen und schnell am Limit zu bewegen bedarf einiger Veränderungen am Fahrwerk. So gingen drei weitere Testtage ins Land, eh man sich im Team sicher war, dass es nun an der Zeit war, den ersten Renneinsatz zu wagen. Keiner wusste bis zu diesem Zeitpunkt, wie standfest das Material war, da man sich bei den Testfahrten auf max. 2 Runden pro Turn beschränkte und danach wieder geschraubt wurde. Eine Renndistanz von vier Stunden und ca. 550 Kilometer würde da schon aussagekräftig sein.
Jürgen Glath fühlte sich, nachdem er sich von seinem 150PS starken Cup-Fahrzeug der letzten Saison auf den deutlich stärkeren SEAT Leon (250 PS) eingeschossen hatte, schnell wohl an seinem neuen Arbeitsplatz. L. Diederich, der bis dato eher im Rallysport zu Hause war, aufgrund seines Wohnortes aber ein Kind der Nordschleife ist, stand dem in nichts nach und bestätigte die Arbeit des Teams aus Remagen und der beiden Techniker von SEAT mit ebenfalls schnellen Rundenzeiten.

Wenn der Ring ruft....
Nachdem das Team KONRAD-Motorsport am Freitag nach zweistündiger Testfahrt nochmals das Fahrwerk umbaute, hieß es dann am Samstag Morgen „Ring frei“ zum ersten Zeittraining im Rahmen der BF Goodrich-Langstreckenmeisterschaft.

Nach eineinhalb Stunden war das erste Ziel, dass sich KONRAD-Motorsport zusammen mit seinen Fahrern und SEAT Deutschland gesteckt hatte, voll erfüllt. Mit einer stetigen Verbesserung der Rundenzeiten stellte man die beiden Rennboliden in die erste Startreihe der dritten Startgruppe.
Mit einer Rundenzeit von 9:35 min stellte L.Diederich seinen Leon vor J.Glath, der in der Zeitenliste sofort folgte.
Als dann um 12:00 Uhr das Rennen mit ca 160 Fahrzeugen gestartet wurde, brannten die beiden SEAT-Fahrer ein wahres Feuerwerk ab. Mit einem Vorsprung von über hundert Metern auf die Verfolger der Startgruppe bog man das erstemal in den Hatzenbach der legendären Nordschleife ein.
Ein Formationsflug, den die „großen“ Werke nicht besser inszenieren könnten, folgte in den nächsten sieben Runden und legten das Potenzial der SEAT Leon etwas offen. Dicht unter dem Heckspoiler des vorausfahrenden L.Diederich biss sich J.Glath fest und so umrundete das Duo Runde für Runde die Nordschleife. Als dann in der siebten Runde der erste Stop für Glath anstand, fertigte das Team das Fahrzeug schnell ab und schickte es mit vollem Tank wieder auf die Reise. Eine Runde später kam L.Diederich zum Routinestop, musste jedoch kurz an der Zapfsäule anstehen und somit war eine Fortführung des Formationsfluges nicht mehr möglich, da J.Glath nun ca 20 Sekunden Vorsprung hatte. Aber die beiden Leon rannten ohne Probleme die 24 Runden über die Nordschleife. Kein Problem warf das Team zurück und somit belegte man mit Platz 31 (J.Glath) und Platz 37 (L.Diederich) ein TOP-Resultat. Man muss bedenken, dass die beiden Piloten die vier Stunden alleine gefahren waren.
Das gesamte Team war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und nun plant man in Remagen den nächsten Einsatz. Mal sehen, wann man sich wieder sieht.....